„Die Frage, was mit der gesperrten Adlerbrücke geschieht, werden wir nicht isoliert entscheiden. Mit unserem Kooperationspartner haben wir vereinbart, dass eine Entscheidung unter Berücksichtigung mehrerer Aspekte erfolgen soll. Die Fragen des Denkmalschutzes, der verkehrlichen Bedeutung, die Bedeutung für das Stadtbild und nicht zuletzt der finanzwirtschaftlichen Auswirkungen gehören sicher dazu“, so Klaus Jürgen Reese, SPD-Fraktionsvorsitzender.
Volker Dittgen, verkehrspolitischer Sprecher, ergänzt: „Zunächst erwarten wir einen ausführlichen Sachstandsbericht im kommenden Verkehrsausschuss, und ich gehe davon aus, dass in der Sitzung Anfang September auch keine Entscheidung über die Brücke getroffen werden kann. Denn wir wollen die Entscheidung nicht allein auf die Adlerbrücke reduzieren. Einen entsprechenden Antrag haben wir in den Verkehrsausschuss eingebracht.“
Der Antrag wird wie folgt begründet: „Die Haushaltssituation der Stadt Wuppertal verursacht, dass die Unterhaltungskosten für Verkehrsbauwerke nicht zum Erhalt aller dieser Bauwerke ausreichen. Die Sperrung und der drohende Abriss der Adlerbrücke ist hierfür ein Beispiel, die Sperrung der Jakobstreppe und der Treppen am Fußgängertunnel Loh sind weitere Beispiele.
Die chronische Unterfinanzierung der Straßenunterhaltungsmittel der Stadt Wuppertal kann, wie viele andere Bereiche des kommunalen Lebens in unserer Stadt, nur mit einer echten Reform der Gemeindefinanzen beseitigt werden. Diese Reform werden wir auch weiter von Land und Bund einfordern. Da aber selbst bei einer kurzfristigen Erfüllung dieser Forderung der Sanierungsstau an den o. g. Bauwerken erheblich ist und dessen Abarbeitung mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird, ist der Wuppertaler Öffentlichkeit und der Politik ein o. g. Bericht vorzulegen und fortzuschreiben.“