Gemeinsame Pressemitteilung der SPD- und CDU-Ratsfraktionen Wuppertal
Die Fraktionen von SPD und CDU im Rat der Stadt Wuppertal setzen sich für einen weiteren wichtigen Baustein zur Prävention häuslicher Gewalt ein. Mit einem gemeinsamen Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, gemeinsam mit freien Trägern und weiteren Fachstellen ein Konzept zur Täterarbeit im Kontext häuslicher Gewalt zu entwickeln und umzusetzen.
Ziel ist es, gewalttätiges Verhalten frühzeitig zu erkennen, zu reflektieren und nachhaltig zu verändern. Dadurch sollen weitere Gewalthandlungen verhindert und Gewaltspiralen durchbrochen werden.
Der Schutz von Betroffenen häuslicher Gewalt hat für beide Fraktionen höchste Priorität. Gleichzeitig sind sich SPD und CDU einig, dass häusliche Gewalt langfristig nur dann wirksam bekämpft werden kann, wenn neben dem Opferschutz auch Maßnahmen zur Verhaltensänderung von Tätern in den Blick genommen werden.
In Wuppertal bestehen bereits wichtige Unterstützungs- und Beratungsangebote für Betroffene häuslicher Gewalt. Diese sollen durch ein professionelles Angebot für Täter ergänzt werden. Erfahrungen aus anderen Kommunen sowie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass strukturierte Täterprogramme dazu beitragen können, Rückfälle zu vermeiden, Verantwortungsübernahme zu fördern und erneute Gewalthandlungen zu verhindern.
Das geplante Konzept soll in enger Abstimmung mit freien Trägern, Beratungsstellen, Frauenhäusern, der Polizei sowie weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren entwickelt werden. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, welche Förderprogramme von Land, Bund oder weiteren Fördermittelgebern für die Finanzierung genutzt werden können.
Mit ihrem Antrag knüpfen die Fraktionen von SPD und CDU zugleich an die Ziele der Istanbul-Konvention an. Deutschland hat sich damit verpflichtet, Gewalt gegen Frauen wirksam vorzubeugen, Betroffene zu schützen und bestehende Gewaltstrukturen abzubauen.
SPD und CDU verfolgen mit ihrem Antrag einen ganzheitlichen Ansatz zur Bekämpfung häuslicher Gewalt. Dazu gehören sowohl wirksame Hilfen für Betroffene als auch Maßnahmen, die verhindern, dass Gewalt erneut ausgeübt wird. Mit der Entwicklung eines Konzepts zur Täterarbeit soll dieser Präventionsansatz in Wuppertal gezielt gestärkt werden.
