Die SPD-Ratsfraktion Wuppertal begrüßt, dass die Deutsche Bahn den Zugverkehr ab heute schrittweise wieder aufnehmen will. Der erneute Ausfall des Stellwerks in Vohwinkel nach einer mehrtägigen Reparatur macht jedoch deutlich, dass die Probleme damit keineswegs gelöst sind. Aus Sicht der SPD-Fraktion müssen nun endlich die notwendigen Konsequenzen gezogen werden, damit sich derartige Ausfälle nicht wiederholen.
Dazu erklärt Sedat Ugurman, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Stadt Wuppertal: „Für viele Pendlerinnen und Pendler ist die Wiederaufnahme des Zugverkehrs eine große Erleichterung. Gleichzeitig dürfen wir uns von der schrittweisen Rückkehr zum Regelbetrieb nicht täuschen lassen. Der erneute Ausfall zeigt, wie störanfällig die bestehende Infrastruktur ist. Es darf nicht sein, dass ein einzelnes Stellwerk den Bahnverkehr über Tage nahezu lahmlegt. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Bus und Bahn zuverlässig funktionieren. Verlässlichkeit ist die Grundvoraussetzung für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr.“
Die tagelangen Zugausfälle, ein nur eingeschränkt funktionierender Schienenersatzverkehr und fehlende Planungssicherheit hätten viele Berufspendlerinnen und Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie Reisende erheblich belastet. Die SPD-Ratsfraktion fordert deshalb von der Deutschen Bahn und dem Bund, die Ursachen der wiederholten Störungen umfassend aufzuarbeiten und die Modernisierung der Stellwerks- und Leittechnik mit hoher Priorität voranzutreiben.
Simon Geiß, Sprecher der SPD-Fraktion im Verkehrsausschuss, ergänzt: „Der aktuelle Vorfall macht deutlich, dass wir einen grundlegenden Modernisierungsschub für die Schieneninfrastruktur brauchen. Es genügt nicht, Schäden immer wieder zu reparieren. Bund und Deutsche Bahn müssen konsequent in leistungsfähige, digitale und widerstandsfähige Technik investieren. Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass Bus und Bahn zuverlässig funktionieren. Eine erfolgreiche Mobilitätswende braucht einen starken und verlässlichen öffentlichen Verkehr.“
Auch der SPD-Stadtverordnete Arif Izgi, Mitglied der Verbandsversammlung im Zweckverband des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR), sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, wie wichtig eine leistungsfähige und verlässliche Schieneninfrastruktur für den gesamten VRR-Raum ist. Deshalb werden wir das Thema auch auf Ebene des Verkehrsverbundes weiter mit Nachdruck begleiten.“
Die SPD-Ratsfraktion erwartet, dass Bund und Deutsche Bahn die Lehren aus den jüngsten Ereignissen ziehen und die Modernisierung der Schieneninfrastruktur mit höchster Priorität vorantreiben. Die Menschen in Wuppertal brauchen keine kurzfristigen Notlösungen, sondern die Gewissheit, dass ihre Züge dauerhaft zuverlässig fahren.

