Rund die Hälfte der Wuppertaler Schulen benötigt zusätzliche Schwimmkapazitäten. Gleichzeitig drohen durch die Sanierung des Hallenbads Röttgen weitere Ausfälle.
Wuppertaler Schulen verfügen nicht über ausreichend verlässlich planbare Schwimmzeiten. Das zeigt der Sportentwicklungsplan deutlich: Rund die Hälfte der Schulen benötigt dringend zusätzliche Kapazitäten.
„Immer mehr Grundschülerinnen und Grundschüler können nicht sicher schwimmen, dies zeigen auch die Schuleingangsuntersuchungen. Vor diesem Hintergrund sind jüngste Anpassungen in der Schwimmoffensive sehr bedauerlich“, erklärt Susanne Giskes, Vorsitzende des Schulausschusses und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion. „Schwimmen zu lernen ist nun einmal überlebenswichtig – für alle Schülerinnen und Schüler“.
„Die Sanierung des Hallenbads Röttgen ist richtig. Die voraussichtliche Schließung bis Ende 2027 darf jedoch nicht dazu führen, dass sich der bereits bestehende Ausfall von Schwimmstunden weiter verschärft. Schon jetzt können 25 Prozent unserer Schulen ihre vorgeschriebenen Schwimmstunden nicht vollständig abdecken“, ergänzt Guido Gehrenbeck, Vorsitzender des Betriebsausschusses Gebäudemanagement und Stadtverordneter für den Bereich Uellendahl/Katernberg. „Wir benötigen einen Übergangsplan mit Ausweichkapazitäten und sollten in alle Richtungen prüfen, wie wir kurz- und mittelfristig die Situation für die Schulen verbessern können“.
„Langfristig setzen wir uns für einen weiteren Hallenbadstandort sowie für ein kleineres Lehrschwimmbecken im Osten und im Westen unserer Stadt ein“, erklärt Susanne Giskes abschließend. „Dafür müssen kommunale Investitionsmittel gebündelt und mögliche Förderprogramme konsequent genutzt werden. Verlässlicher Schwimmunterricht ist nämlich Pflicht, keine Kür“.

